FFR 372

Vinschgau 2011

Eben habe ich im platzeigenen Hallenbad meine täglichen 1000 Meter geschwommen,

meine XYL ist zum Friseuer - ich habe also freies Fotografieren und Funken.

Das 10 Meterband ist offen,

aber zuerst schiesse ich das unten stehende Foto.

Und dann mache ich SSTV auf 10-meter.

 Aus Kasachstan bekomme ich RSV 595

 - besser kann es kaum sein.

Es ist Mitte Oktober, wir sind zum Traubenfest nach Meran gefahren und stehen auf dem Waldcamping in Naturns.

 Hier ist wirklich alles ist vom Feinsten, auch das Wetter.

Ganz easy sind wir hier her gekommen: Unsere erste Station war Kehl am Rhein - ein Bisschen Strassburg - ein Bisschen Elsass.

Weiter zum Bodensee: Autobahn bis Freiburg, dann immer die B31 entlang durchs Höllental, am Tittsee vorbei, den Bodensee entlang bis nach Lindau-Zech.

Lindau mit dem Fahrrad erobert und Felchen gegessen.

 Die Reise geht weiter durch den Arlbergtunnel zum Reschenpass.

 In diesem Jahr war es soweit: Das schönste und für den eingefleischten Caravaner anspruchsvollste Stück der Passstrasse hat man durch einen Tunnel ersetzt.

Beim Tourismusverein in Naturns werden wir ganz freundlich und kompetent beraten.

Wir kaufen für 23,00 Euro jeder eine für sieben Tage gültige Mobilcard.

 Damit fahren wir beliebig oft mit der Vinschgerbahn von Bozen bis Mals durchs ganze Vinschgau

und können unsere Fahrräder im Zug mitnehmen.

Oder wir nehmen den Bus, oder fahren mit der FS bis Sterzing oder Trient.

Oder wir nehmen den Bus, oder fahren mit der FS bis Sterzing oder Trient.

Oder mit der Seilbahn auf den Ritten..   - Und eben zum Traubenfest nach Meran.

Ein Blick über die Theaterbrücke in Meran zur Promenade.

Hier mischen sich die Trachtengruppen nach dem Umzug unters Volk.

Viele Stände bieten bieten Wein und die leckersten Spezialitäten

aus der Region an.

 Und die Maroniröster - eigentlich hätte ich sie zuerst

nennen müssen.

 Bald kommen wir mit verschiedenen Teilnehmern der

Trachtengruppen ins Gespräch und ich darf sie fotografieren.

 Mir gelingen hervorragende Gruppenaufnahmen und Portraits.

Am besten, Ihr fahrt selber zum Traubenfest nach Meran.

 Ihr werdet begeistert sein!

Urlaub im Vinschgau ohne Stifserjoch währe wie ein Weihnachtsbaum ohne Lichter!

 Der erste Schnee ist wieder geschmolzen, das Stilfserjoch ist wieder frei.

Also nehmen wir heute das Auto und fahren rechtzeitig zum Stilserjoch 2.757m NN hinauf und haben reichlich Parkplatz.

Auf der Westseite fahren wir hinab, an Bormio vorbei nach Levignio. Wir tanken Diesel für 95 Cent/Liter und bestelle in einem Restaurant ein alkoholfreies Bier.

Ich bekomme ein Warsteiner Alkoholfrei, zwar italienisch beschriftet - aber das hätte ich auch zu Hause trinken können.

Wir fahren den 1.711m über NN gelegenen Lago di Livignio

entlang bis zur Staumauer.

Hier an der Schweizer Grenze geht es durch den einspurigen,

 3.385m langen Munt-la-Schera-Tunnel nach Graubünden.

Weiter geht es über den Pass dal Fuorn,

vor 25 Jahren stand auf dem Schild noch Ofenpass,

 in Richtung Müstair - Glurns, mit 880

Einwohnern und vollständig erhaltener Stadtmauer

die kleinste Stadt Tirols.

 Jetzt noch das Vinschgau hinab und wir sind “zu Haus”

bei unserem Wohnwagen.

 Für eine solche hochalpine Rundfahrt gebraucht man einen PKW,

 daher reisen wir mit einem Caravan.

Heimreise von Naturns nach Klais-Krün

Für die Rückfahrt wählen wir der schönen Landschaft wegen wieder den Reschen.

Die Österreichische B117 über den 1.185m hoch gelegenen Seefelder Sattel, ist eine herrliche Strasse für den Caravaner,

wenn der Motor stark genug ist - und er ist stark genug.

Der Alpen-Caravanpark Tennsee ist unser nächster Platz.

Es ist der 23. Oktober. Über Nacht hatten wir -7°C.

Die auf die FFR-Frequenz von 3.688,5 KHz abgestimmte Ladespule, sowie Rollbox der Radials

 haben entsprechend Rauhreif angesetzt.

 Leider ist auch unsere Abwasserpumpe eingefroren und wir müssen mit fast vollem Abwassertank

zum nächsten Platz fahren.

 So geht es, wenn man nicht gleich alles zu Ende bringt, und das Isoliermaterial ungenutzt zu Hause liegt.

Doch Glück im Unglück: Die Pumpe hat den Frost schadlos überstanden.

Von Klais-Krün nach Lengfurt-Triefensten am Main.

Nach einem gemütlichen Frühstück, das Aussenthermometer zeigt bei herrlichem Sonnenschein immer noch Minusgrade, sind wir fertig zur Weiterreise.

Wir wollen heute bis nach Triefenstein-Lengfurt am Main kommen. Es ist Sonntagmorgen, wenig Verkehr, kein Traktor oder ähnliches Fahrzeug wird

und aufhalten. Steigungen sind für unseren 204 PS starken Sechszylinderdiesel kein Thema. Wir fahren die B2 über Garmisch-Partenkirchen zur B23,

ein Deutsche Alpenstrasse und kommen erst in Landsberg am Lech auf die Autobahn.

Bei herrlichem Sonnenschein und freier Strasse immer hart am Tempolimit, so liebe ich das Caravan fahren.

Bei 70- und 50km/h Begrenzung schalte ich rechtzeitig den Tempomat ein, so dass es auch nach 53 Jahren in Flensburg nichts zu schreiben gibt.

Die Alpen liegen schon hinter uns, das Landschaftsbild ändert sich. Erinnerst du dich noch an den Film Liebessender X, frage ich meine XYL.

Es war im Jahr 1955, die Hungerjahre waren vorüber, die Menschen begannen wieder zu leben.

Der Film war eigentlich eine Schlagerrevue mit fast allen damals bekannten Interpreten auch unter dem Titel “Große Star-Parade” bekannt.

Da fällt mir die Szene ein, in der Bully Buhlan fast bis zum Hals im Wasser im Seerosenteich stehend den Schlager: “Ham se nich ne Mark für Friedolin ...” singt.

 Oder der Schlagzeuger des Hazy-Osterwald-Sextett etwas trottelig mit seinem Moped mit Anhänger bis auf die Bühne fährt.

 Zu sehr erinnert mich die an uns vorüberziehende Landschaft an diesen Film. Die Aufnahmen, noch in schwarz-weiß, spielten hauptsächlich in freier Natur.

Tatsächlich wurde ein Teil der Aufnahmen in diese Gegend gedreht. Drei arbeitslose Künstler finden absolut keine Anstellung und betreiben einen Schwarzsender.

Die für mich interessantesten Requisiten waren ein Opel-Blitz-Pritschenwagen (Funkwagen) und ein Wehrmachtssender, der das Kriegsende unterm Heu

 in einem Bauernhaus überlebt hatte. Hierbei muss es sich um den folgenden Telefunkensender S328 gehandelt haben.

Ein Chassis aus Druckguss Aluminium und ein Doppeldrehkondensator, der wohl aus dem Vollen gefräst war

Telefunken Sender S 328 mit der RS291 einer 110W Tetrode in der PA. Ein Jahr später, ich war gerade 17 Jahre, kam ich auf seltsame Weise in den Besitz

eines solchen Senders. Mit seinen Europastiftsockelröhren galt für mich das Gerät damals schon als veraltet, aber die Mechanik war einfach bestechend.

 Ich habe daraus meinen besten Audion- Empfänger gebaut - einen 0-V-2 für 80 und 40m - 2.614 kHz (Norddeich-Radio) war auch dabei.

Super empfindlich, ohne Handempfindlichkeit wie bei den sonst üblichen Sperrholz Chassis.

Die übrigen Teile kamen aus der Bastelkiste: Eine Pentode vom US-Signal Corps für das ECO-Audion, gefolgt von zwei Trioden in der NF.