
Gratulation, dass Ihr mich gefunden habt –
Ich sende mit nur 1 Watt!
Ich war schon immer ein Freund der schwachen Signale. Als Schuljunge experimentierte ich mit Wettersonden. Ein Exemplar mit meiner Lieblingsröhre, einer RV2,4P700 hatte es mir besonders angetan. Die Sonde arbeitete auf einer Frequenz um 90 mc. Ich schloss einen Plattenspieler mit einem Magnettonsystem an und sendete Marschmusik. Die Modulation war ein Gemisch aus AM und FM, aber gut verständlich. Dann war ich very happy, wenn ich Sonntagsmittag im ganzen Dorf im Rundfunk gehört wurde.
Als lizensierter Funkamateur war ich mit meiner Trio Line 599 viel auf 80 und 40 Meter in SSB auf dem Band. Maximal 80 Watt kamen aus dem TX, eine PA habe ich nie besessen.
Von meinem Ultraleichtflugzeug aus machte ich mit einem TM-D710E AirMobilbetrieb auf 2m und 70cm. Als kleinster Output ließen sich 5 Watt einstellen. Das war schon viel zu viel – das pileup war unerträglich und fliegen musste ich ja auch noch.
Dann kam der Digitalfunk. PSK31, mit ein paar Watt viele Kilometer, das war etwas für mich.
Digimode WSPR – Mit ein paar Watt um die Welt – Davon habe ich immer geträumt und WSJT-X hat Joseph Taylor extra für mich gemacht.
Während andere Diplome jagen, suche ich Stationen mit einer interessanten Homepage. Mich interessiert, wie und wo andere Funkamateure leben, was sie machen und welche weitern Hobbys sie haben.
Wirklich schöne Seiten habe ich schon gefunden, die kommen dann in mein Album.
QSL und Papier war für mich gestern, heute arbeite ich am PC.

Hier ein Beispiel aus meinem Album, in welches heute die schönen Homepages kommen.

Jean aus Creil / Hauts-de-France war oft mit schönem CW oder in SSB auf dem 40m-Band. Er sprach gut und gern Deutsch.
Eines Tages hatte ich ein QSO in SSB mit Jean. Ich erzählte ihm, dass ich schon einmal bei CW mitgeschrieben hatte und dass er Funker auf einem Luftschiff war. Ich fragte ihn, was es mit dem Notsender an Bord des Luftschiffs auf sich habe.
Der Notsender wurde nicht elektrisch betrieben, sondern mit Körnern gespeist. Der Notrufsender war nämlich ein Korb mit Brieftauben an Bord seines Luftschiffes. Jean verriet mir auch, dass sie sogar eine Heizung an Bord hatten, von der niemand etwas wissen durfte - Die Heizung war nämlich eine Flasche Cognac.
So ging Amateurfunk vor 50 Jahren - Solche QSL-Karten, ich habe noch ein paar mehr, kamen in mein Album, heute mache ich das mit Internet und das Album ist der PC.